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Impfungen und Malaria auf Sansibar: Was Reisende wirklich brauchen

Luftaufnahme des Pools im Mauricia Beachcomber Resort & Spa umgeben von Palmen und Liegestühlen mit rosa-rotem Dach
Hotelgebäude mit roten Dächern am Sandstrand, weiße Sonnenschirme und Liegestühle, türkisblaues Meer.
Helles Hotelzimmer mit Holztisch und Obstschale, weißem Sofa, Glasschiebetüren zur Terrasse mit Palmen und Meerblick.
Offene Restaurantterrasse Le Quais mit weißen Tischdecken, roten Ziegeldächern und Palmen am Pool in Mauritius
Pool mit türkisblauem Wasser, beige Sonnenliegen unter strohgedeckten Schirmen und Palmen am Rand

Gesundheitsvorsorge für Sansibar: Der medizinische Reise-Ratgeber

Sansibar verlangt für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz keine generelle Impfpflicht. Wer direkt aus einem dieser Länder anreist, benötigt keinen Gelbfiebernachweis. Dennoch gilt: Das Archipel vor der tansanischen Küste ist Malaria-Gebiet mit ganzjähriger, regional variierender Übertragung. Eine reisemedizinische Beratung 4 bis 6 Wochen vor Abreise ist die Grundlage jeder gut geplanten Reise.

Seit Oktober 2024 müssen alle Sansibar-Besucher eine obligatorische Einreiseversicherung abschließen — und zwar ausschließlich bei der Zanzibar Insurance Corporation (ZIC). Sie kostet nach derzeitigem Stand rund 44 US-Dollar pro Person und gilt für bis zu 92 Tage. Andere internationale Reiseversicherungen werden dafür nicht akzeptiert: Ihre deutsche Auslandskrankenversicherung ersetzt diese Police nicht, sondern ergänzt sie. Diese Kombination aus rechtlichen Vorgaben, Malaria-Restrisiko und individuellem Impfstatus macht eine fundierte Vorbereitung unverzichtbar.

Was dieser Artikel bietet:

  • Klare Antworten zu Pflichtimpfungen und Einreisebestimmungen inklusive Gelbfieber-Sonderregelung
  • Konkrete Impfempfehlungen nach STIKO-Standard sowie reisespezifische Ergänzungen
  • Malariaprophylaxe im Vergleich – Präparate, Kosten und Entscheidungskriterien
  • Praktische Mückenschutz-Strategien, Reiseapotheke und ein realistischer Zeitplan

Einreisebestimmungen und Pflichtimpfungen

Überblick und Grundlagen

Sansibar gehört zu Tansania und liegt im Indischen Ozean vor der ostafrikanischen Küste. Für Direktanreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht keine generelle Pflichtimpfung. Der einzige Impfnachweis, der unter bestimmten Umständen verlangt wird, betrifft Gelbfieber.

Eine Gelbfieberimpfung ist verpflichtend, wenn Sie aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen. Beim Transit durch ein solches Land entfällt der Nachweis nur dann, wenn der Aufenthalt weniger als 12 Stunden dauert und Sie den Flughafen nicht verlassen — beides muss zutreffen. Wer den Transitflughafen verlässt, braucht den Nachweis auch bei kürzerem Aufenthalt. Zu diesen Risikogebieten zählen unter anderem Kenia, Uganda und Äthiopien. Der Nachweis erfolgt im internationalen Impfausweis, dem „Gelben Heft“, und ist ab 10 Tagen nach der Impfung wirksam sowie lebenslang gültig.

WICHTIG

Kombinieren Sie eine Festland-Safari mit dem Inselaufenthalt, prüfen Sie die Reihenfolge genau. Reisen Sie aus einem Gelbfiebergebiet nach Sansibar ein, wird der Nachweis kontrolliert. Bei fehlendem Nachweis drohen Zwangsimpfung oder Einreiseverweigerung.

Für die Einreise selbst benötigen Sie ein Touristenvisum für 50 US-Dollar. Das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich, es vorab als E-Visum zu beantragen — die Bearbeitung dauert mindestens zehn Arbeitstage. Das Visa on Arrival ist zwar möglich, aber keine gleichwertige Alternative: Es kostet dieselben 50 US-Dollar, auch für Kinder, und ist mit Wartezeiten und einem Ablehnungsrisiko verbunden. Führen Sie Ihren Impfausweis stets im Handgepäck mit – ebenso wie den Nachweis Ihrer seit 2024 verpflichtenden Reisekrankenversicherung.

Detaillierte Regelungen zum Gelbfiebernachweis

Die Gelbfieberimpfung darf ausschließlich an autorisierten Impfstellen verabreicht werden. Der Schutz beginnt erst 10 Tage nach der Impfung – wer diesen Zeitpuffer nicht einplant, riskiert einen unwirksamen Nachweis. Planen Sie diese Impfung daher frühzeitig ein, falls Ihre Reiseroute sie erforderlich macht.

Kein Gelbfiebernachweis bei Einreise aus einem Risikogebiet kann die Reise am Flughafen beenden.

Aktuelle und rechtsverbindliche Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie beim Auswärtigen Amt, das laufend aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise für Tansania veröffentlicht. Ergänzende touristische Informationen bietet die Zanzibar Tourism Commission.


Empfohlene Impfungen im Überblick

Standardimpfungen nach STIKO

Unabhängig von einer Fernreise sollten Ihre Standardimpfungen auf dem aktuellen Stand sein. Die STIKO empfiehlt einen vollständigen Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Masern. Für nach 1970 geborene Erwachsene empfiehlt die STIKO eine einmalige MMR-Impfung, wenn der Impfstatus unklar ist oder in der Kindheit gar nicht beziehungsweise nur einmal geimpft wurde. Zwei dokumentierte Dosen sind der Standard für Kinder und für bestimmte berufliche Indikationen. Nutzen Sie die Reisevorbereitung, um fällige Auffrischungen nachzuholen.

Als Basisimpfung für alle Sansibar-Reisenden gilt Hepatitis A. Der Erreger wird über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen – ein relevantes Risiko auch in guten Unterkünften. Diese Impfung sollte in keinem Reiseplan fehlen.

Reisespezifische Impfungen nach Reisestil

Über die Basis hinaus richten sich weitere Impfungen nach Aufenthaltsdauer, Reisestil und individuellem Risiko. Hepatitis B empfiehlt sich bei längeren oder wiederholten Aufenthalten sowie bei medizinischen oder sexuellen Risiken. Eine Typhus-Impfung – oral oder injizierbar – ist bei Aufenthalten in Regionen mit einfacher Hygiene sinnvoll.

Tollwut wird für Langzeitaufenthalte, für Kinder und bei erwartetem Tierkontakt empfohlen. Die Grundimmunisierung umfasst drei Dosen über drei bis vier Wochen – ein Zeitfenster, das Sie unbedingt einplanen müssen.

INSIDER-TIPP

Kombinationsimpfstoffe wie Twinrix (Hepatitis A und B) sparen Termine und Einstiche. Besprechen Sie diese Option in der reisemedizinischen Beratung – gerade bei knappem Zeitplan vor der Abreise.

ImpfungEmpfehlung fürHinweis
Tetanus, Diphtherie, Polioalle ReisendenAuffrischung prüfen
Masernnach 1970 Geborene1 MMR-Dosis bei unklarem Status
Hepatitis Aalle ReisendenBasisimpfung
Hepatitis Blängere Aufenthaltebei erhöhtem Risiko
Typhuseinfache Hygieneoral oder injizierbar
TollwutLangzeit, Tierkontakt3 Dosen über 3–4 Wochen
Gelbfiebernur bei Indikationautorisierte Stelle

Malaria auf Sansibar: Risiko und Verbreitung

Wie hoch ist das Risiko wirklich?

Auf Sansibar dominiert der Malaria-Erreger Plasmodium falciparum, die gefährlichste Malariaform. Das Eliminationsprogramm hat die Fallzahlen auf den Inseln deutlich gesenkt — an der amtlichen Einstufung ändert das nichts: Das Auswärtige Amt sieht ganzjährig ein hohes Malariarisiko im gesamten Land, ausdrücklich einschließlich Sansibar, Pemba und Mafia. Über 99 Prozent der Fälle entfallen auf die gefährliche Malaria tropica. Sansibar ist also kein Gebiet mit bloßem Restrisiko, sondern ein Hochrisikogebiet.

Deutlich höher ist das Risiko auf dem Festland, etwa in den Safari-Gebieten der tansanischen Nationalparks. Wer eine Safari mit dem Inselaufenthalt kombiniert, sollte dieses erhöhte Risiko in die Prophylaxe-Entscheidung einbeziehen. Informationen zu den Festland-Nationalparks bietet Tanzania National Parks.

Die Inseln tragen ein niedrigeres Malariarisiko als das Festland – Restrisiko bleibt dennoch ganzjährig bestehen.

Saisonale Unterschiede

Eine Malariaübertragung ist auf Sansibar ganzjährig möglich. Die Mückenaktivität steigt jedoch während und nach den Regenzeiten an. Die Hauptregenzeit fällt in die Monate März bis Mai, eine kürzere Regenzeit tritt im November auf. In diesen Phasen ist konsequenter Mückenschutz besonders wichtig.

Wer seine Reise zeitlich flexibel planen kann, findet in unserem Beitrag zur besten Reisezeit für Sansibar einen detaillierten Monatsguide für Strand, Tauchen und Gewürztouren – auch mit Blick auf Klima und Mückenaktivität.

GUT ZU WISSEN

Fieber bis zu drei Monate nach der Rückkehr sollten Sie stets ärztlich abklären lassen und dabei Ihre Sansibar-Reise erwähnen. Malaria kann sich mit Verzögerung manifestieren – frühe Diagnose ist entscheidend.


Malariaprophylaxe: Optionen und Entscheidungskriterien

Chemoprophylaxe oder Standby-Medikation?

Grundsätzlich stehen zwei Strategien zur Wahl. Bei der durchgehenden Chemoprophylaxe nehmen Sie das Medikament über den gesamten Aufenthalt sowie einen definierten Nachlaufzeitraum ein. Für Sansibar ist das keine Wahl zwischen Gleichwertigem: Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) empfiehlt hier seit der Fallhäufung 2019/20 eine ganzjährige Chemoprophylaxe, und das Auswärtige Amt hält in Hochrisikogebieten die Tabletteneinnahme zusätzlich zum Mückenschutz für sinnvoll. Eine Standby-Notfallmedikation bleibt die Ausnahme für besondere Konstellationen — sie ist kein Standardweg für den reinen Strandaufenthalt und kommt nur nach ärztlicher Einschätzung infrage.

Welche Strategie und welches Präparat für Sie geeignet ist, hängt von Reisedauer, Region, Vorerkrankungen, einer möglichen Schwangerschaft und der individuellen Verträglichkeit ab. Diese Entscheidung gehört zwingend in ärztliche Hände.

Die gängigen Präparate im Vergleich

Drei Wirkstoffe werden am häufigsten verordnet. Atovaquon/Proguanil (Malarone) kostet etwa 40 bis 80 Euro für zwei Wochen, wird ein bis zwei Tage vor der Reise bis sieben Tage nach dem Aufenthalt eingenommen und gilt als gut verträglich mit kurzer Nachlaufzeit. Doxycyclin ist die günstigere Variante, muss jedoch bis vier Wochen nach der Rückkehr eingenommen werden und kann die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Wichtig: In Deutschland ist Doxycyclin für die Malariaprophylaxe nicht zugelassen — die Fachgesellschaft DTG empfiehlt es zwar, die Verordnung erfolgt aber off-label und muss ärztlich aufgeklärt werden. Für Kinder unter acht Jahren, Schwangere und Stillende kommt es nicht in Frage.

Mefloquin wird nur einmal wöchentlich eingenommen, beginnt aber ein bis drei Wochen vor der Reise und läuft vier Wochen nach der Rückkehr. Die Verfügbarkeit in deutschen Apotheken ist eingeschränkt und vorab zu klären. Zu beachten sind mögliche neuropsychiatrische Nebenwirkungen, weshalb eine sorgfältige ärztliche Abwägung nötig ist.

KOSTENRECHNUNG

Für zwei Wochen Prophylaxe sollten Sie je nach Präparat mit 15 bis 80 Euro rechnen. Alle Malariamedikamente sind rezeptpflichtig – planen Sie den Arztbesuch also rechtzeitig ein.

PräparatKosten (2 Wochen)EinnahmezeitraumBesonderheit
Atovaquon/ProguanilApotheke anfragen1–2 Tage vor bis 7 Tage nachgut verträglich
DoxycyclinApotheke anfragen1–2 Tage vor bis 4 Wochen nachPhotosensitivität; off-label
MefloquinApotheke anfragen1–3 Wochen vor bis 4 Wochen nachwöchentlich, neuropsych. NW

Ein wichtiger Grundsatz: Eine Prophylaxe ersetzt niemals den physischen Mückenschutz. Beide Maßnahmen wirken nur in Kombination zuverlässig. Von einer Selbstmedikation ohne ärztliche Beratung ist dringend abzuraten.


Mückenschutz: Die konsequente Expositionsprophylaxe

Warum Timing entscheidend ist

Die Anopheles-Mücke, Überträgerin der Malaria, sticht überwiegend abends und nachts. Genau in dieser Zeit ist Ihr Schutz besonders wichtig. Zusätzlich besteht auf Sansibar ein Dengue-Risiko – und die Dengue übertragende Mücke ist tagsüber aktiv. Konsequenter Mückenschutz ist daher rund um die Uhr sinnvoll.

Anopheles sticht nachts, Dengue-Mücken tagsüber – wirksamer Mückenschutz gilt den ganzen Tag.

Die richtigen Mittel und Maßnahmen

Als Repellents empfehlen sich Präparate mit DEET in einer Konzentration von 30 bis 50 Prozent oder mit dem Wirkstoff Icaridin. Wichtig für die Reihenfolge: Tragen Sie das Repellent stets nach der Sonnencreme auf, damit es seine volle Wirkung entfaltet.

Ergänzend helfen lange, helle Kleidung ab der Dämmerung, imprägnierte Moskitonetze über dem Bett sowie Klimaanlage oder Ventilator, die Mücken im Zimmer reduzieren. Diese Maßnahmen zusammen bilden einen wirksamen Schutzschirm gegen Stiche.


Reiseapotheke und Versorgung vor Ort

Was in die Reiseapotheke gehört

Die medizinische Versorgung auf Sansibar ist eingeschränkt. Bessere Apotheken finden Sie vor allem in Stone Town, der historischen Hauptstadt. Umso wichtiger ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke, die Sie von zu Hause mitbringen.

Zu den Basisartikeln gehören Durchfallmittel, Elektrolyte beziehungsweise Rehydratationssalze, Schmerz- und Fiebermittel, Wund- und Desinfektionsmaterial, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, After-Sun sowie Repellent. Persönliche Dauermedikation führen Sie in ausreichender Menge plus einer Reserve mit. Ein Standby-Malariamedikament nehmen Sie nur nach ärztlicher Verordnung mit.

INSIDER-TIPP

Führen Sie alle Medikamente mit ihren Wirkstoffnamen und einer ärztlichen Bescheinigung mit. Das erleichtert die Zollabfertigung und hilft, falls Sie vor Ort Ersatz benötigen und die Verfügbarkeit klären müssen.

Sicherheit rund um die Reise

Gesundheitsvorsorge ist nur ein Baustein einer sicheren Reise. Zur Lage vor Ort: Rund um die Wahlen im Oktober 2025 kam es landesweit zu teils gewaltsamen Protesten mit zahlreichen Toten, zu mehrtägigen Internetabschaltungen und zu Einschränkungen im Fähr- und Flugverkehr — auch nach Sansibar. Prüfen Sie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes daher kurz vor Abflug erneut. Wer sich umfassend vorbereiten möchte, findet in unserem Beitrag Sansibar Sicherheit: Was Reisende wirklich wissen müssen weiterführende Informationen zu Sicherheitslage, Verhalten vor Ort und praktischen Vorsichtsmaßnahmen.


Hotelempfehlungen mit Blick auf den Gesundheitsschutz

Die Wahl der Unterkunft beeinflusst Ihren Mückenschutz spürbar. Klimatisierte Zimmer, Moskitonetze und eine Lage an der Ost- oder Südostküste können das Mückenrisiko reduzieren. Die folgenden Häuser bieten entsprechende Voraussetzungen.

Baraza Resort & Spa liegt an der Südostküste bei Bwejuu und eignet sich besonders für Reisende mit hohem Gesundheits- und Sicherheitsanspruch. Die klimatisierten Villen sind mit Moskitonetzen ausgestattet, der Servicestandard ist gehoben. Die Lage an der Südostküste sowie die durchdachte Ausstattung schaffen ein Umfeld, in dem sich konsequenter Mückenschutz komfortabel umsetzen lässt.

Terrasse mit arabischen Bögen, Laternen und beigen Sitzkissen im Baraza Resort & Spa auf Sansibar

Bluebay Beach Resort & Spa befindet sich in Kiwengwa an der Ostküste und positioniert sich im mittleren bis gehobenen Segment. Das Haus ist familienfreundlich, verfügt über klimatisierte Zimmer und profitiert von einer guten medizinischen Grundversorgung in der Umgebung. Damit ist es eine solide Wahl für Familien, die Wert auf Erreichbarkeit von Versorgungsstrukturen legen.

Hotelgebäude mit Strohdach, weißem Mauerwerk und Holzbalkonen, umgeben von Palmen und tropischer Vegetation

Sultan Sands Island Resort & Spa liegt ebenfalls in Kiwengwa und richtet sich als familienorientierte Mittelklasse-Anlage an Reisende mit gutem Preis-Leistungs-Anspruch. Die Infrastruktur ist solide, die Zimmer bieten grundlegenden Komfort. Für Familien, die eine unkomplizierte und gut angebundene Unterkunft an der Ostküste suchen, ist dieses Resort eine überlegenswerte Option.

Poolbereich mit Holzbrücke, Natursteinumrandung, blauen Liegen und Sonnenschirmen im Sultan Sands Island Resort & Spa

Zeitplan für die Reisevorbereitung

Schritt für Schritt zur optimalen Vorbereitung

Ein realistischer Zeitplan verhindert unvollständigen Impfschutz. Beginnen Sie 8 bis 6 Wochen vor der Abreise mit der reisemedizinischen Beratung, prüfen Sie Ihren Impfstatus und starten Sie den Impfplan – gerade bei Impfungen mit mehreren Dosen ist der Vorlauf entscheidend.

In den Wochen 6 bis 4 vor der Reise erfolgt die Gelbfieberimpfung an einer autorisierten Stelle, sofern erforderlich, und Sie lassen sich die Malariaprophylaxe verordnen. In den Wochen 4 bis 2 stellen Sie die Reiseapotheke zusammen und schließen die ZIC-Pflichtversicherung ab — zusätzlich zu einer eventuellen deutschen Auslandskrankenversicherung, die die sansibarische Pflicht nicht erfüllt. Kurz vor der Abreise prüfen Sie Repellent, Ersatzmedikation und alle Dokumente.

AUF EINEN BLICK

Zu späte Beratung führt zu unvollständigem Impfschutz. Informieren Sie sich ausschließlich bei offiziellen Quellen wie Auswärtigem Amt, RKI, WHO und anerkannten Tropeninstituten – und halten Sie den Versicherungsnachweis reisebereit.


Fazit

Eine Reise nach Sansibar lässt sich gesundheitlich sicher gestalten, wenn Sie drei Kernpunkte beherzigen. Erstens: Für Direktanreisende besteht keine Impfpflicht, doch die STIKO-Standardimpfungen und Hepatitis A gehören zur soliden Basis. Ein Gelbfiebernachweis wird nur bei Einreise aus Risikogebieten relevant – prüfen Sie daher Ihre Reiseroute genau.

Zweitens: Sansibar bleibt trotz erfolgreichem Eliminationsprogramm ein Malaria-Gebiet. Die Kombination aus ärztlich verordneter Prophylaxe und konsequentem Mückenschutz ist unverzichtbar – beide Maßnahmen wirken nur zusammen. Klimatisierte Unterkünfte mit Moskitonetzen unterstützen diesen Schutz zusätzlich.


Gut zu wissen

Häufig gestellte Fragen zum Sansibar-Urlaub

Wichtige Tipps für Ihre Reiseplanung

Für Direktanreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht keine generelle Impfpflicht. Verpflichtend ist ein Gelbfiebernachweis bei Einreise aus einem Gelbfieber-Risikogebiet. Beim Transit entfällt er nur, wenn der Aufenthalt unter 12 Stunden bleibt UND Sie den Flughafen nicht verlassen. Empfohlen werden dennoch die STIKO-Standardimpfungen sowie Hepatitis A als Basis für alle Reisenden.

Ja, Sansibar ist Malaria-Gebiet mit ganzjähriger Übertragung durch Plasmodium falciparum. Dank eines Eliminationsprogramms ist die Prävalenz auf den Inseln deutlich reduziert, ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen. Das Festland, insbesondere die Safari-Gebiete, weist ein deutlich höheres Risiko auf.

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Die Wahl zwischen Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin und Mefloquin hängt von Reisedauer, Region, Vorerkrankungen, Verträglichkeit und einer möglichen Schwangerschaft ab. Atovaquon/Proguanil gilt als gut verträglich mit kurzer Nachlaufzeit, Doxycyclin ist günstig, Mefloquin wird nur wöchentlich eingenommen. Die Entscheidung trifft Ihr Arzt individuell.

Idealerweise 4 bis 6 Wochen vor der Abreise, bei komplexeren Impfplänen sogar 8 Wochen vorher. Manche Impfungen benötigen mehrere Dosen über mehrere Wochen, und die Gelbfieberimpfung wirkt erst 10 Tage nach der Verabreichung. Zu späte Beratung führt zu unvollständigem Impfschutz.

Ja. Seit Oktober 2024 ist eine Einreiseversicherung der Zanzibar Insurance Corporation (ZIC) Pflicht, rund 44 US-Dollar pro Person für bis zu 92 Tage. Wichtig: Diese Police kann nur bei der ZIC abgeschlossen werden, andere internationale Reiseversicherungen werden nicht anerkannt. Eine deutsche Auslandskrankenversicherung ersetzt sie also nicht, sie ergänzt sie.

Verwenden Sie Repellents mit DEET (30 bis 50 Prozent) oder Icaridin und tragen Sie diese nach der Sonnencreme auf. Ergänzend helfen lange, helle Kleidung ab der Dämmerung, imprägnierte Moskitonetze über dem Bett sowie Klimaanlage oder Ventilator. Da Dengue tagsüber übertragen wird, ist Mückenschutz auch am Tag sinnvoll.

Das Touristenvisum kostet 50 US-Dollar. Beantragen Sie es vorab als E-Visum — das Auswärtige Amt empfiehlt das ausdrücklich, die Bearbeitung dauert mindestens zehn Arbeitstage. Ein Visa on Arrival ist möglich, aber mit Wartezeit und Ablehnungsrisiko verbunden. Führen Sie Ihren Impfausweis sowie den Versicherungsnachweis im Handgepäck mit, da diese Dokumente bei der Einreise kontrolliert werden können.

Fieber bis zu drei Monate nach der Rückkehr sollten Sie stets ärztlich abklären lassen und dabei Ihre Sansibar-Reise erwähnen. Malaria kann sich mit zeitlicher Verzögerung zeigen. Eine frühe Diagnose ist bei Plasmodium falciparum besonders wichtig, da diese Malariaform gefährlich verlaufen kann.

Ja. Auf dem Festland ist das Malariarisiko deutlich höher, was die Prophylaxe-Entscheidung beeinflusst. Zudem sollten Sie die Reihenfolge Ihrer Reise beachten: Reisen Sie über ein Gelbfiebergebiet, kann bei der Einreise nach Sansibar ein Gelbfiebernachweis verlangt werden. Besprechen Sie beide Punkte in der reisemedizinischen Beratung.


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